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Illegale Märkte: Ein neues Forschungsfeld der Wirtschaftssoziologie


 
Sie sind verboten, dennoch wird auf illegalen Märkten weltweit ein geschätzter Umsatz von rund dreißig Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet. Die Gewinne aus dem Handel mit Drogen oder Wildereiprodukten sind enorm. Das fördert organisierte Kriminalität und destabilisiert manch staatliche Ordnung. Doch die Grenzen sind fließend: Märkte wie der Kunstmarkt sind legal, der Verkauf gefälschter Gemälde dagegen nicht. Die Wirtschaftssoziologie interessiert: Wie sind solche Märkte organisiert? Wie sind sie in lokale ökonomische und politische Strukturen eingebettet? Und wie verhalten sich Akteure in der Grauzone zwischen Legalität und Illegalität?  

Kontakt


 
Jens Beckert
Prof. Dr. Jens Beckert
Direktor am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Tel. +49 221 2767-208

 
Matías Dewey
Dr. Matías Dewey
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung
Tel. +49 221 2767-228

 

 

Neuerscheinung | Jens Beckert zum Forschungsfeld | Weitere Forschungsbeiträge |
"Illegale Märkte" in den Medien


 

 

Neuerscheinung


 
Jens Beckert und Matías Dewey
The Architecture of Illegal Markets
Towards an Economic Sociology of Illegality in the Economy
Oxford University Press, 2017

 

 

Jens Beckert zum Forschungsfeld


 
Marktakteure halten sich an Recht und Gesetz – oftmals setzt dies die neuere marktsoziologische Forschung stillschweigend voraus. Ob Geschäfte dabei mit Lebensmitteln oder Wein gemacht werden, mit Diamanten oder Kunst, mit Markenkleidung oder Finanzdienstleistungen ist zunächst einmal nebensächlich. Doch diese Annahme ist ein Trugschluss: Nicht nur der Handel mit Kinderpornografie, Drogen oder Organen ist kriminell, auf vielen legalen Märkten gibt es darüber hinaus auch illegale Handlungen, zum Beispiel das Feilbieten gefälschter Kunst oder imitierter Markenartikel. Eine Forschergruppe am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung untersucht illegale Handlungen auf Märkten.
mehr lesen
 

 
Forschungsprojekt Matías Dewey:
Die große Chance: Hoffnung auf einem illegalen Markt

 
Dissertationsprojekt Nina Engwicht:
Illegale Märkte in Postkonfliktgesellschaften:
Der sierra-leonische Diamantenmarkt

 
Dissertationsprojekt Annette Hübschle:
Der illegale Markt für Rhinozeroshorn

 

 

Weitere Forschungsbeiträge


 

"Illegale Märkte" in den Medien

2016

2015

2014

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