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 Forschungsprojekte am MPIfG

Hoch hinaus: Die Konstruktion von Karriereaspirationen im BWL-Studium

Daniel Meyer


 
Wer Betriebswirtschaftslehre studiert, so das Versprechen des Studienfachs und die Hoffnung vieler Heranwachsender, legt ein solides Fundament für eine aussichtsreiche Karriere in der Wirtschaft. Das Dissertationsprojekt untersucht, was die Verheißung des Studienfachs als "Ticket zur Karriere" ausmacht, wodurch diese hohen Karriereaspirationen hervorgerufen und wie sie im Studium produziert und verändert werden. Aus einer praxissoziologischen Perspektive werden zentrale soziodemografische, biografische und institutionelle Einflussfaktoren auf studentische Berufswünsche benannt und die dahinterliegenden Prozesse und konkreten Ausdrucksformen analysiert. Empirisch ist das Projekt als eine Mixed-Methods-Studie konzipiert: Im Rahmen einer zwölfmonatigen Ethnografie an einer deutschen Wirtschaftsuniversität wird schwerpunktmäßig untersucht, wie Karriereaspirationen durch studienorientierte Aktivitäten und andere soziale Praktiken am BWL-Campus geformt werden. Auf Datenbasis des Nationalen Bildungspanels (NEPS) wird ergänzend ermittelt, inwieweit idealistische Berufsaspirationen von der sozialen Herkunft sowie anderen soziodemografischen Merkmalen und biografischen Erfahrungen der Studierenden abhängen. Das Ziel der Arbeit ist, die praktische Konstituierung von Berufswünschen im Studienalltag zu verstehen und Aspirationen als sozialtheoretisches Konzept zu schärfen. Projektdauer: Oktober 2016 bis März 2020.
 

 
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