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 Forschungsprojekte am MPIfG

Der deutsche Beitrag zur Neuen Wirtschaftssoziologie

John Wilkinson


 
Obgleich die Neue Wirtschaftssoziologie bedeutsame Verbindungen zur klassischen Tradition der deutschen Soziologie aufweist, entwickelte sie sich zunächst hauptsächlich in Nordamerika, wobei die Schwerpunkte auf der Netzwerkanalyse, der Kultur- sowie der Organisations- und Institutionensoziologie lagen. Ein weitreichender französischer Einfluss ist durch die zentrale Rolle des von Pierre Bourdieu eingeführten Begriffs des "Feldes" gesichert. Der markanteste Beitrag Frankreichs ist jedoch die Ökonomie der Konventionen, die insbesondere das Verständnis von Qualität und Wertigkeit wirtschaftlichen Handelns geprägt hat. Einen weitreichenderen Beitrag zur französischen Neuen Wirtschaftssoziologie hat Philippe Steiner in seinem 2011 erschienenen Buch zusammengestellt, in dem er aktuelle Forschung mit der klassischen Wirtschaftssoziologie Emile Durkheims und seiner Anhänger verbindet. In den letzten zwei Jahrzehnten hat der deutsche Beitrag zur Neuen Wirtschaftssoziologie zunehmend an Bedeutung gewonnen - zahlreiche innovative Ansätze sind dabei von der Marktsoziologie ausgegangen. Der deutsche Beitrag integriert den französischen Konventionenansatz und etabliert sich mittels Handbuchinitiativen als allgemeines Teilgebiet. Ein Bestandteil ist auch der innovative Ansatz, Mikro- und Makroperspektiven der Ökonomie zu berücksichtigen, die seit der Finanzkrise 2008 an Bedeutung gewonnen haben. Das Projekt analysiert den deutschen Beitrag zur neuen Wirtschaftssoziologie mit dem Ziel der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse. Projektdauer: August 2017 bisMärz 2018.
 

 
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