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1995 wurden
zwei neue Zulassungsverfahren für Arzneimittel auf
europäischer Ebene mit der Maßgabe eingeführt, die
Erfahrungen 2001 zu evaluieren und bis 2003 Korrekturen
am Gesetzeswerk vorzunehmen. Das Projekt analysiert die
Reform des Regelwerks als politischen Prozess der
Interessenartikulation und Interessen-durchsetzung im
europäischen Mehrebenensystem. Untersucht wird, wie sich
die verschiedenen Akteure bei der Durchsetzung ihrer
Interessen bzw. Reformvorstellungen verhalten und welche
Wirkung dies auf das Politikergebnis hat. Zugleich geht
es darum, den mit der Reform einhergehenden
institutionellen Wandel unter dem Blickwinkel der
Europäischen Integration einzuordnen. Auf der
politisch-institutionellen Seite stehen als Akteure die
EU-Kommission, der Ministerrat, der Ausschuss der
Ständigen Vertreter (COREPER) sowie das Europäische
Parlament im Vordergrund, bei den Interessengruppen die
europäischen Verbände der Arzneimittel-industrie und des
Verbraucherschutzes sowie Experten- und
Patientengruppen.
Die
Forschungen werden sich so weit wie möglich auf primäre
Quellen stützen. Experteninterviews mit direkt und
indirekt beteiligten Akteuren werden deshalb eine
besonders wichtige Rolle spielen. |