Interessenartikulation und Interesseneinfluss bei der Reform der europäischen Arzneimittelregulierung

2001-2004

 

 

Jürgen Feick und Andreas Broscheid

 

 

1995 wurden zwei neue Zulassungsverfahren für Arzneimittel auf europäischer Ebene mit der Maßgabe eingeführt, die Erfahrungen 2001 zu evaluieren und bis 2003 Korrekturen am Gesetzeswerk vorzunehmen. Das Projekt analysiert die Reform des Regelwerks als politischen Prozess der Interessenartikulation und Interessen-durchsetzung im europäischen Mehrebenensystem. Untersucht wird, wie sich die verschiedenen Akteure bei der Durchsetzung ihrer Interessen bzw. Reformvorstellungen verhalten und welche Wirkung dies auf das Politikergebnis hat. Zugleich geht es darum, den mit der Reform einhergehenden institutionellen Wandel unter dem Blickwinkel der Europäischen Integration einzuordnen. Auf der politisch-institutionellen Seite stehen als Akteure die EU-Kommission, der Ministerrat, der Ausschuss der Ständigen Vertreter (COREPER) sowie das Europäische Parlament im Vordergrund, bei den Interessengruppen die europäischen Verbände der Arzneimittel-industrie und des Verbraucherschutzes sowie Experten- und Patientengruppen.

 

Die Forschungen werden sich so weit wie möglich auf primäre Quellen stützen. Experteninterviews mit direkt und indirekt beteiligten Akteuren werden deshalb eine besonders wichtige Rolle spielen.

   
  Aktualisierung

08.04.2005

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