16.07.2020

Laura Einhorn promoviert

Im Juli 2020 wurde Laura Einhorn zum Thema „Veränderte Ernährungsgewohnheiten und Konsummoral: Die soziale Stratifizierung des Fleischkonsums in Deutschland“ mit Auszeichnung promoviert. Ihre Dissertation zeigt auf, anhand welcher sozioökonomischer Trennlinien Konsummuster verlaufen, und fragt, inwieweit Individualisierungstheorien zutreffen. Dabei wurde deutlich, dass sich Unterschiede im Konsumverhalten nicht auf der Grundlage von Informationsasymmetrien, Desinteresse oder gar Moralität verstehen lassen, sondern vor allem die symbolische Bedeutung von Konsumpraktiken für Personen in unterschiedlichen sozioökonomischen Positionen eine wichtige Rolle spielt. Laura Einhorn war von 2016 bis 2020 Doktorandin an der International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE).
 

 

 
16.07.2020

Kristina Gushchina promoviert

Kristina Gushchina wurde im Juli 2020 an der Universität zu Köln promoviert. Im Rahmen ihres Dissertationsprojekts erforschte Gushchina die politische Repräsentanz von Frauen im postsowjetischen Raum und Einflussfaktoren auf ihre (Wieder-)Wahl. Denn obwohl Frauen in staatlichen Behörden erwiesenermaßen stark unterrepräsentiert sind, gibt es in der Wissenschaft bisher keinen Konsens darüber, welche Faktoren hierfür verantwortlich sind. Vor allem die fünfzehn Länder des postsowjetischen Raumes zählen zu den bisher nur wenig erforschten Regionen. Ziel der Dissertation war es, diese Lücke anhand einer ersten quantitativen Langzeituntersuchung zu schließen. Kristina Gushchina von 2016 bis 2020 Doktorandin an der International Max Planck Research School on the Social and Political Constitution of the Economy (IMPRS-SPCE) und dem Cologne Center for Comparative Politics (CCCP) der Universität zu Köln.
 

 

 
14.07.2020

Umfragemodul zu COVID-19 wird Teil des European Social Survey

Ein Umfragemodul von Kostas Gemenis, wissenschaftlicher Mitarbeiter am MPIfG, und Levente Littvay (Central European University, European University Institute) wurde für die zehnte Runde des European Social Survey (ESS) ausgewählt. Die Wissenschaftler haben einen Fragenkatalog entwickelt, der die Einhaltung von staatlichen Regeln sowie die Einstellung gegenüber Verschwörungstheorien in Bezug auf COVID-19 abfragt. Der ESS ist eine länderübergreifende wissenschaftliche Erhebung, die seit ihrer Einrichtung im Jahr 2001 europaweit durchgeführt wird. Er erhebt Daten über Einstellungen und Verhaltensmuster der Bevölkerung in mehr als dreißig europäischen Ländern und gilt aufgrund der hohen methodischen Standards als international renommierte Vergleichsstudie. Die Erhebungsdaten sind für die nicht kommerzielle Nutzung frei verfügbar. Neben einem festen Hauptfragebogen gibt es themenspezifische Wechselmodule, die vor jeder Erhebungsrunde neu bestimmt werden. Der nächste ESS beginnt im September 2020. Meldung des ESS: COVID-19 questions selected for Round 10

 

 

 
08.07.2020

Neuer Projektverbund in Chile hat seine Arbeit aufgenommen

Von November 2019 bis November 2022 erforscht das „Socioeconomic Transformations Observatory of the MPIfG in Chile“ unter Leitung von Aldo Madariaga (Universidad Mayor, Chile) und Jens Beckert (MPIfG) aktuelle gesellschaftliche und politische Veränderungsprozesse in Europa und Lateinamerika, die auf die wirtschaftliche Zukunft wirken. Die beiden Regionen stehen exemplarisch für unterschiedliche Dynamiken in Kapitalismus und Demokratie. Der Projektverbund ist eine Kooperation des Max-Planck-Instituts für Gesellschaftsforschung mit dem Centro de Economía y Políticas Sociales (CEAS) der Universidad Mayor sowie der Universidad Central de Chile, der Universidad Diego Portales und der Universidad Alberto Hurtado in Santiago de Chile. Bereits 2019 hat das MPIfG gemeinsam mit der Universidad Central de Chile eine internationale Max-Planck-Partnergruppe in Chile gegründet. Sie wird von Felipe González geleitet und legt ihren Schwerpunkt auf die Untersuchung der Politik wirtschaftlicher Erwartungen in der Öffentlichkeit mit den Methoden der Wirtschaftssoziologie und der Kommunikationswissenschaften.
 

 

 
08.07.2020

Björn Bremer erhält Linz-Rokkan Prize

Für seine Dissertation zum Thema „Austerity from the Left: The Fiscal Policies of Social Democratic Parties in Response to the Great Recession“ wurde Björn Bremer vom European University Institute (EUI) mit dem Linz-Rokkan Prize für die beste Promotion in politischer Soziologie ausgezeichnet. Bremer erforschte, warum sich Sozialdemokraten nicht für einen keynesianischen Ansatz entschieden haben, um die Auswirkungen der Großen Rezession nach 2007 zu bewältigen. Seine Arbeit wurde für die Beantwortung einer wichtigen politischen Frage gelobt. Sie zeichne sich insbesondere durch die gründliche und klare Darstellung der Argumente und den Einsatz einer „beeindruckenden Reihe von Forschungsmethoden“ aus, so die Jury. Der Linz-Rokkan Prize wird jährlich für die beste EUI-Arbeit in einem Bereich der politischen Soziologie vergeben, der sich mit einem Thema in den breit definierten Arbeitsbereichen von Juan Linz und Stein Rokkan befasst. Zur Pressemitteilung des EUI

 

 

 
07.07.2020MPIfG/Aydee

Marina Hübner ist Referentin im Bundesfinanzministerium

Marina Hübner, die von 2014 bis 2019 Doktorandin und Postdoktorandin am MPIfG war, arbeitet seit Oktober 2019 als Referentin im Bereich Finanzmarktpolitik am Bundesministerium der Finanzen in Berlin. Während ihrer Zeit am MPIfG forschte sie unter anderem zur politischen Ökonomie der Europäischen Kapitalmarktunion im Kontext der Wachstums- und Eurokrise und gemeinsam mit Benjamin Braun zu Herausforderungen demokratischer Legitimität in der Eurozone. Marina Hübner: Wenn der Markt regiert: Die Politische Ökonomie der Europäischen Kapitalmarktunion

 

 

 

Ansprechpartnerin
für Medien und Öffentlichkeit


Christel Schommertz
Tel. 0221 2767-130

 
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